Luzern - 30 Supernasen im Dienste der Polizei - Rund um das Diensthundewesen - Die Polizeihundefreunde

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Luzern - 30 Supernasen im Dienste der Polizei

Herausgegeben von in Pressemeldungen rund ums Diensthundewesen · 9/2/2015 14:25:45

Der Deutsche Schäferhund Xando von der Gletscherhöhle hat in der Nacht auf Donnerstag einen mutmasslichen Einschleichdieb in Dagmersellen gestellt, nachdem der Polizeihund die Fährte eines 19-Jährigen Algeriers aufgenommen hatte. Xando ist einer von insgesamt rund 30 Diensthunden der Luzerner Polizei, die jährlich bis zu 450 Mal zu Einsätzen aufgeboten werden. «Dabei können wir jeweils etwa 65 Erfolge verbuchen», sagt Mediensprecher Kurt Graf. Für den Polizeidienst eignen sich sogenannte Gebrauchshunderassen wie etwa Deutsche, Belgische oder Holländische Schäferhunde. «Eher selten im Einsatz sind bei anderen Korps auch Riesenschnauzer, Rottweiler oder Dobermänner», sagt Graf weiter.

Angsthasen können abfahren

Bevor sich Polizisten als Hundeführer bewerben können, müssen sie sich zuerst als Gehilfen bei Hundeführern bewähren. Graf: «So lernen sie den Umgang mit den Hunden, denn wenn in der Ausbildung der Tiere Fehler passieren, sind diese schwierig wieder auszumerzen.» Wenn Polizisten nach dieser Lernphase als Hundeführer ausgewählt werden, geht es darum, den passenden Vierbeiner für die vorgesehene Disziplin auszusuchen. Angeschafft werden die Welpen bei sogenannten Leistungszüchtern. Zu diesen pflegen die verschiedenen Korps teilweise seit Jahren Kontakte. Die Welpen werden vom erfahrenen Ausbildnern ausgewählt. «Hier zählt Leistung vor Schönheit», sagt Graf.

Die Welpen müssten wichtige Wesensgrundeigenschaften wie etwa «Gwunder» mitbringen und dürften nicht mit Angst auf Geräusche reagieren. Die Anschaffung des Welpen wird vom Korps bezahlt. Auch Futter- und Arztkosten gehen zu Lasten des Staates. «Extras wie Hundebetten oder den Unterhalt nach der Pension des Tieres muss der Besitzer übernehmen», so Graf. Auch müsse der Hundeführer für die täglichen Bedürfnisse wie etwa Spaziergänge oder Trainings Freizeit investieren.

Prüfung nach drei Jahren Ausbildung

Nach einer Wesenseignung für die gewünschte Disziplin beginnt die spielerisch lehrreiche Zeit für die angehenden vierbeinigen Polizisten. Graf: «Wichtig für die Schulung sind Belohnungen. Nach zwei bis drei Jahren Ausbildung folgt eine Prüfung, bevor die Hunde einsatzfähig sind.» Weitere Tests folgen in etwa jährlich wiederholenden Abständen. Obwohl die Hunde je nach Disziplin unterschiedlich geschult werden, müssen alle Tiere führbar, folgsam und kontrollierbar sein. Die verschiedenen Disziplinen reichen vom Schutzdienst mit Fährtensuche bis zur Suche nach Betäubungs- oder Brandmittel, Sprengstoff, Personen, Geld oder gar Leichen. Geld- oder Leichensuchhunde sind bei der Luzerner Polizei allerdings nicht im Einsatz.

Auch der Hund hat Freizeit zum Ausgleich der Arbeit

In der Freizeit leben Polizeihunde oft als Familienmitglied mit ihrem Besitzer zusammen, genau wie seine nicht arbeitenden Artgenossen. Kommt es zu keinen Komplikationen wie etwa Unfall oder Krankheit, wird der Hund je nach Fitness im Alter von ungefähr zehn Jahren in Pension geschickt.

Quelle: 20min.ch




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